Wir sind
ein dreigruppiger Waldorfkindergarten und betreuen insgesamt 65 Kinder in zwei Regelgruppen und einer Integrationsgruppe mit fünf Integrationsplätzen.
Wir arbeiten auf Grundlage der Waldorfpädagogik, nach dem Menschenbild Rudolf Steiners.
Träger ist der Verein „Waldorfkindergärten der Christengemeinschaft in Hamburg e.V.“, der sich 1969 gründete und zu dem auch der Volksdorfer Waldorfkindergarten gehört, aus dem heraus unser Bergstedter Waldorfkindergarten 1975 entstanden ist. Anlass war die Neugründung einer Waldorfschule in den Walddörfern in Bergstedt. 1986/87 sind wir vom Nachbargrundstück an den jetzigen Standort in einen Neubau umgezogen.
Mit uns auf dem Gelände befinden sich außerdem zwei Waldorfschulen, die Rudolf-Steiner Schule und die Christophorus-Schule.

Unsere Zielgruppe:

sind Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt.
Wir bieten Eltern insbesondere in der Eltern-Kind-Gruppe unsere Unterstützung an.
Ohne Ansehen der Herkunft, Nationalität, konfessioneller, weltanschaulicher oder ethnischer Zugehörigkeit ist jedes Kind willkommen. Dazu gehören ausdrücklich auch Kinder mit Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensauffälligkeiten.
Wir betreuen sowohl Kinder aus dem Stadtteil als auch aus der weiteren Umgebung.

Unser Aufgabenverständnis für unsere Kinder:
Im täglichen Miteinander wollen wir dem Kind in liebevoller Zugewandtheit begegnen.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu erkennen und anzunehmen.
Es gilt, das Recht auf Kindheit zu bewahren.
Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass die Kinder die Möglichkeit haben, sich durch Spielen die Welt anzueignen. Das heißt, dass wir genügend Raum und Zeit für freies Spiel geben.
Wir betrachten es als unsere Aufgabe, jedes Kind in seiner Entwicklung individuell zu begleiten. Die liebevolle Begleitung und Beobachtung des einzelnen Kindes macht es uns möglich zu sehen, was das jeweilige Kind gerade braucht. Wir können dem Kind nur gerecht werden, indem wir uns immer wieder für jedes Kind die Fragen stellen:

 „Was brauchst du gerade?“  –    „Wo stehst du in deiner Entwicklung?“

Indem wir das tun, holen wir das einzelne Kind in seiner Entwicklung da ab, wo es gerade steht, begleiten und fördern es individuell und sind ihm in seiner Entwicklung eine Stütze. Dazu gehört auch, jedem Kind seine Zeit zu geben und seine Bedürfnisse zu respektieren. Das Umfeld des Kindes wollen wir so gestalten, dass es sich in seinen Möglichkeiten optimal entwickeln kann.
Im Kindergarten soll das Kind das soziale Miteinander in der Gruppe lernen.
Das Selbstbewusstsein der Kinder wollen wir fördern und sie damit fürs Leben stark machen. Wir wollen den Kindern Sicherheit geben und ihnen Freude am Leben vermitteln. Das Kind soll sich selbst und seine Umwelt lieben und entdecken können. Es ist unsere Aufgabe die Kompetenzen der Kinder in der Bewegung, der Sprache, des Körpers, der Wahrnehmung, im sozialen, im emotionalen und im kognitiven zu fördern.
Wir gehen auf Eltern zu, um Erziehungspartnerschaft zu leben. Den Kindern und Eltern wollen wir im Kindergarten eine anregende und schöne Zeit geben, in der wir den Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Neben der Arbeit mit und am Kind und den Eltern üben wir uns in Selbstreflexion damit Selbsterziehung durch das Kind stattfinden kann.

Unsere Ziele für die Kinder:
Es ist unser Ziel, dass sich jedes Kind, so wie es ist, angenommen fühlt.
Wir wollen den Kindern die Wahrhaftigkeit der Welt vermitteln, mit all den schönen und guten Dingen, die es in ihr zu entdecken gibt. Jedes Kind soll in seinem Urvertrauen gestärkt werden. Aus sich heraus soll es handeln, den eigenen Impulsen trauen.
Ziel ist es, das Kind Kind sein zu lassen. Es soll die Welt durch das Element des freien Spielens be-greifen. Durch spielendes Erleben kann es selbstbestimmt seine kognitiven Fähigkeiten entwickeln und die Welt in ihren Zusammenhängen erkennen und verstehen lernen.
Jedes Kind soll in seiner Entwicklung da abgeholt werden wo es steht. Wir passen uns dem Entwicklungstempo des Kindes und damit der Zeit die es braucht an. Wir achten die Bedürfnisse des Kindes, geben Orientierung und sind Stütze für seinen Entwicklungsweg.
Die räumliche Umgebung passen wir dafür den kindlichen Bedürfnissen an.
Durch Hülle sollen die Kinder emotionale Stabilität erleben. Sie sollen stark fürs Leben werden, Freude miteinander teilen, gemeinsam teilen und einander schenken. Jedes Kind soll grundlegende soziale, emotionale und moralische Fähigkeiten entwickeln können und lernen, die Welt in ihren sinnhaften Zusammenhängen zu erkennen.
Interesse, Begeisterungsfähigkeit und die Fähigkeit zu staunen sollen geweckt, gefestigt und angeregt werden.

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sollen entdeckt und gewonnen werden.
Bei allem ist es uns wichtig im Interesse der Kinder mit den Eltern an einem Strang zu ziehen.

Die Grundlagen unseres Handelns:
Wir arbeiten nach dem Menschenbild Rudolf Steiners,
welches die Grundlage der Waldorfpädagogik bildet und ein christliches Weltverständnis beinhaltet.
Es ist unbedingt erforderlich, eine individuelle Beziehung zu jedem einzelnen Kind aufzubauen, zu pflegen und zu halten, um dem Kind Vertrauen und ein Gefühl der Verlässlichkeit zu vermitteln.
Das Kind wird als Individuum gesehen, dass im Focus unserer Arbeit steht. So ist eine entwicklungsentsprechende pädagogische Begleitung des einzelnen Kindes im sozialen Miteinander der Gruppe möglich.
Wir akzeptieren das eigene Wesen des Kindes und wahren die Grenze zu uns selbst. Unser Blick ist darauf gerichtet, zu sehen, was das Kind wirklich braucht, seine Bedürfnisse zu sehen und ernst zu nehmen.
Wir arbeiten in altersgemischten, festen Gruppen als Konstante im Alltag der Kinder, die Sicherheit, Halt, Hülle und Geborgenheit auf sozialer und emotionaler Ebene bietet. Ein so gewährleisteter, verlässlicher Kontakt zwischen den Kindergärtnerinnen und „ihren“ Kindern macht eine verantwortungsvolle und sorgfältige Begleitung in der Entwicklung der Kinder möglich und wirkt sich positiv auf die Beziehung aus. Wir geben den Kindern eine seelisch-geistige Hülle, in der sie mut- und vertrauensvoll heranwachsen.
Dafür ist Kollegialität und die innere Haltung der einzelnen Kolleginnen von großer Bedeutung. Dazu gehört vor allem Wahrhaftigkeit und Authentizität. Konsequentes Handeln mit innerer Gelassenheit und Ruhe vermitteln dem Kind Sicherheit. Wir wollen offen bleiben für die Veränderungen der Lebensverhältnisse der Kinder und ihrer Familien um entsprechend agieren zu können statt nur zu reagieren. Mit Bewusstheit, innerer Lebendigkeit und Humor gestalten wir unser Miteinander im Alltag.

Wir pflegen eine Beziehungspartnerschaft mit den Eltern, stehen in regelmäßigem Austausch und Kontakt mit ihnen, und verstehen dies als notwendige und bereichernde Grundlage unserer Arbeit in gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung.

Grundlegende Elemente unserer pädagogischen Arbeit sind Rhythmus und Wiederholung, Vorbild und Nachahmung, die Sicherheit und Orientierung geben. Die räumliche und materielle Umwelt trägt zur Sinnespflege bei und wir legen Wert auf freies Spiel, in dem sich die Kinder die Welt aneignen und sie be- und er-greifen können. Auf verschiedene Weise wird die Sprachpflege zur Anregung und Unterstützung der Sprachentwicklung in den Kindergartenalltag integriert.
Gemeinsam mit Eltern und Kindern feiern wir die christlichen Jahresfeste, die die Kinder in vielfältiger Weise stärken, z.B. religiös-sinngebend, kulturell-bildend und als Orientierung im Jahreslauf.

Unsere Arbeitsformen, Methoden und Vorgehensweisen:
Durch einen festen Tages- und Wochenrhythmus, mit einem Wechsel von Ruhe und Bewegung geben wir den Kindern Kontinuität und Sicherheit.
Der Jahresrhythmus im Kindergarten ist stark geprägt durch die Natur mit ihren Jahreszeiten und durch die christlichen Jahresfeste, auf die wir mit den Kindern gemeinsam hinleben und die wir sinnlich erlebbar machen. Der Gruppenraum und der Jahreszeitentisch sind entsprechend der Jahres- und/oder Festeszeit geschmückt. Im Garten erleben die Kinder täglich die Natur mit ihren Jahreszeiten und Elementen hautnah, mit allen Sinnen am eigenen Leibe.
Es gibt Möglichkeiten zu klettern, zu rutschen, auf Stelzen zu laufen, Seil zu springen, zu balancieren, zu buddeln und zu matschen, wobei neben den Sinnen auch die Motorik geschult und ausgeprägt wird.
Täglich wird mit den Kindern das Frühstück frisch zubereitet oder für Feste gebacken. Hier werden z.B. beim Backen, Kochen, Obst schneiden, Brot schmieren ebenfalls die Feinmotorik und die Sinne geschult.
Um das freie, bewusst nicht angeleitete Spiel, die Entwicklung der Phantasie und die Sinne anzuregen sind im Tagesablauf feste Freispielzeiten vorgesehen, sowohl drinnen als auch draußen im Garten. Mit ausreichend Zeit und Ruhe, die wir den Kindern geben, können sie sich im Spiel frei entfalten. Die räumliche Umgebung ist so gestaltet, dass sie zum Spielen anregt. Es gibt z.B. eine Puppenstube, einen Kaufmannsladen und eine Bauecke.

Auch der Garten ist mit Sandkisten, Spielhäuschen, Rutsche, Erdwall und Sträuchern anregend gestaltet.

Daneben stellen wir freilassende, wenig gestaltete Spielmaterialien zur Verfügung, die dem Kind ermöglichen, selbst aktiv zu werden und Ideen mit Hilfe ihrer Phantasie zu entwickeln. Außerdem achten wir darauf, viele verschiedene Naturmaterialien mit unterschiedlicher Beschaffenheit zur Verfügung zu stellen, die neben der Phantasie auch die Sinne der Kinder aktivieren. Sämtliche Fähigkeiten wie z.B. körperliche Geschicklichkeit, soziale Kompetenz oder das Begreifen naturgesetzlicher Zusammenhänge werden grundlegend geschult und gleichzeitig ist das freie Spiel eine hervorragende Grundlage für die Entfaltung der eigenen Individualität.
Wir begleiten das Freispiel durch eigene sinnvolle, praktische Tätigkeiten und regen die Kinder so in ihrer Nachahmung an. Desweiteren bieten wir künstlerisch-handwerkliche Aktivitäten an, wie Weben, Singen, Kindereurythmie, Malen mit Wasserfarben oder Kneten mit Knetwachs. Dadurch werden zusätzlich die Phantasie und die Sinne angesprochen, die Feinmotorik geschult und das Wohlbefinden gefördert. Materialien für künstlerisch-handwerkliche Tätigkeiten, wie z.B. Wachsstifte, Papier, Wolle, Knetwachs, Holz, Filz oder Stoff stellen wir den Kindern nach Bedarf zur Verfügung.
Wir sprechen die Kinder, ihrem Alter entsprechend, bildhaft an. Mit täglichen Fingerspielen, Liedern, Märchen, Geschichten, Reigen, Reimen, das Krippenspiel, Singspiele fördern wir die Kinder in ihrer Sprechfreude und Sprach- und Denkentwicklung.

Im Rahmen der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern bieten wir regelmäßig Entwicklungsgespräche an und stehen auch bei aktuellem Bedarf für Elterngespräche zur Verfügung. Auf Wunsch besuchen wir die Familie auch zuhause. Elternabende, auf denen auch zu pädagogischen Themen gearbeitet wird, sind fester Bestandteil unserer Elternarbeit. In unserer Elternbibliothek finden die Eltern eine umfangreiche Auswahl an Literatur zu Themen rund um die Kindererziehung. Die Feste im Jahreslauf feiern wir gruppenübergreifend mit den Kindern und Eltern gemeinsam. Ein bis zwei Mal im Jahr gibt es Aktionstage an denen die Eltern, Kinder und Kindergärtnerinnen gemeinsam in Haus und Garten aktiv sind. Einmal wöchentlich findet die Eltern-Kind-Gruppe statt.

Wöchentlich stattfindende Dienstbesprechungen dienen dem fachlichen, kollegialen Austausch, der Reflexion unserer Arbeit, dem Planen und Organisieren z.B. von Jahresfesten, Ausflügen und des gesamten Kindergartenalltags. Außerdem arbeiten wir gemeinsam an pädagogischen Themen und führen Kinderbesprechungen durch.
Die Pflege und das Herrichten der Räumlichkeiten inklusive der Gestaltung der Jahreszeitentische ist Aufgabe der Kindergärtnerinnen. Außerdem stellen sie Spielmaterialien für die Kinder selbst her und fertigen selbstgemachte Geburtstagsgeschenke an.

Unsere interne Organisation und Struktur:
Unsere Einrichtung arbeitet in festen Gruppen, die von einer Gruppenleitung und einer Zweitkraft geführt werden.

In der Integrationsgruppe kommen weitere Kräfte hinzu. Die Gruppenleitungen bilden eine Teamleitung der Einrichtung und stehen in Zusammenarbeit / Austausch mit dem Vorstand des Trägers und dem Büro als „Bindeglied“.
Von Montag bis Freitag haben wir von 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet.
Wir sind Mitglied in der internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V., Stuttgart, dem paritätischen Wohlfahrtsverband Hamburg und dem Rudolf Steiner Bildungswerk, Bergstedt.

Unsere Mitarbeiter:

Wir haben sieben bis acht feste MitarbeiterInnen. Zeitweise kommen PraktikantInnen hinzu. Unsere Mitarbeiter sind ausgebildete Waldorfpädagogen. Die Gruppenleitungen sind außerdem staatlich anerkannte Erzieherinnen und / oder Heilerzieherinnen.
Alle nehmen regelmäßig sowohl an internen als auch an externen Fortbildungen teil.
Desweiteren stehen uns verschiedene externe Therapeuten zur Verfügung, die für einzelne Kinder in die Einrichtung kommen und mit denen wir eng zusammen arbeiten.